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YOU REMIND ME TODAY OF A SMALL MEXICAN CHIHUAHUA

through the darkness of future past
the magician longs to see
one chance out between two worlds
'fire, walk with me'


Ratet mal, womit ich die letzten zwei Wochen verbracht habe. Nach überstürzter Heimkehr aufgrund der Tatsache, dass ich nur die erste Staffel eingepackt hatte (kein Witz jetzt, deswegen bin ich nach Hause gebahnt) bin ich momentan auf drei Episoden pro Nacht, und wenn's dabei bleibt, bin ich bis Freitag (Samstag kommt die werte Familie wieder) vermutlich durch. Mein Leben wird kalt und trostlos sein danach.

Held des Monats: FBI Special Agent Dale Cooper. Damn fine coffee!

Diese Ferien auch schon diverse Plattenkaufstürchen unternommen. Ergebnisse unter anderem, offensichtlicherem (neue Tocotronic, neue Interpol, neue Editors):


("23", Blonde Redhead)


("Mosaic", Love Of Diagrams)







Vor circa einem Monat hab' ich Editors zum dritten Mal gesehen, beim Intro Intim in Köln (Kulturkirche, mitten in Nippes, Nachbarschaft so etepetete, dass die Polizei das Konzert beim vorletzten Lied wegen Beschwerden abbrechen lassen musste - im NME wurde das prompt eine 'Stürmung' der 'bewaffneten Polizei', ganz so sah's für Anwesende dann doch nicht aus, aber es freut mich doch, dass ich mal bei etwas so Aufregendem zugegen war), im November willmuss ich voraussichtlich entweder nach Brüssel oder nach München für die Weddoes (Lichtblick: beide Daten sind Samstage, d.h. weder einer Übernachtung noch einem frühen Aufbruch steht ein Schultag im Weg).
Gelesen wird gerade: alles gleichzeitig (im Urlaub habe ich mich endlich durch "The Secret History", "Neverwhere" und "Special Topics In Calamity Physics" gearbeitet, und natürlich die Blechtrommel abgeschlossen). "Mr. Vertigo" von Paul Auster und "Wie Alles Anfing" (selten dämlicher Titel, auch nach Meinung des Autors) von Bommi Baumann verdienen derzeit die meiste Erwähnung.

Ich verfüge momentan über eine herausragende, nicht unbequeme Wachheit; seit meiner Ankuft am Mittwoch habe ich etwa zwanzig Stunden geschlafen, ohne zwischenzeitlich jemals der Müdigkeit oder (weitaus drastischer und noch weitaus verbreiteter in meinen Allein Zuhaus-Ferien) der melancholischen Depression zu verfallen. Ich geh' um vier ins Bett, ich klettere um acht wieder raus, schmeiß' den Haushalt à la männlicher Single mitte dreißig, sehe mir interessante Sendungen an ("Die 10 vielversprechendsten Wege ... von einem Alien entführt zu werden"; "Die 10 vielversprechendsten Wege ... zum Weltuntergang") (ich hab' die Fernsehfernbedienung verlegt, der Sender ist der einzige, der noch funktioniert), fahre mit meiner Ferienfahrkarte ziellos durch die Dörfer und lungere in Büchereien herum, konzipiere Mixtapes, konsumiere Kirschkuchen und finde mich pünktlich abends um halb neun mit Kaffee und Einbrecherabwehrhaartrockner wieder im Wohnsaal ein um mir besagte drei Folgen Twin Peaks zu geben. Darauf ist mein Leben ausgerichtet und es könnte schöner nicht sein, nur leider wird das eben bald ein Ende finden. Hach ja.
15.7.07 12:59


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Held des Tages:



Schafft das erst mal.
29.6.07 22:25


so you own ugly hats ... you wear them well

Ich habe gestern insgesamt sechs oder sieben Stunden geschrieben, nur geschrieben, dreiundvierzigeinhalb DIN-A5-Seiten, und jetzt (... hatte ich die ganze Nacht brutale Schmerzen in der Hand, und zog in Erwägung, bei Domian anzurufen, und ihn zu fragen, warum ich Arbeiten nur unter konkretem Zwang erledigen kann, selbst, wenn sie mir dann fieberhaft Spaß machen) bin ich relativ optimistisch, meine Deutschaufgabe, für die ich ja auch nur zwei Monate Zeit hatte, doch noch pünktlich abzugeben. Ich hab' Cillian Murphy als Basini gecasted, das ist erst mal unschlagbar. Leider druckt unser Drucker nur schwarzweiß, jetzt schaut er nicht halb so hübsch aus.

Held der Woche: nein, nicht was ihr jetzt denkt.



Kristin Hersh. Die Frau istalles, was ich je als revolutionär erachtet habe, in eine einzige Pandora's-Box gestopft und so richtig zu geht der Deckel auch nicht. Nein, das aktuelle Soloalbum ("Learn To Sing Like A Star") ist es gar nicht, von dem ich so angetan bin, sondern die frühen Throwing Muses Sachen, alles von 1986 bis 1990, und das danach nur deshalb nicht, weil ich es noch gar nicht kenne. Ich habe "House Tornado" und "The Real Ramona" zu Ostern bekommen (ebenso wie "Island" von Jo Gabriel), aber erst zwei Wochen später so richtig entdeckt ... aber so richtig so richtig.

Auch wieder gepackt hat mich das Billy Wilder-Fieber. Ich habe in den Osterferien drei ganze Tage darauf verwendet, "The Fortune Cookie" zu gucken, was beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass das eine durch und durch unspektakuläre (wenn auch intelligent geschriebene und brilliant, brill-i-a-nt gespielte, insbesondere von Jack Lemmon und Walter Matthau - hätten sie sich doch nur nie für zigtausend Aufgüsse von "The Odd Couple" abgegeben, die beiden waren so fantastisch, alleine sowieso und zusammen erst recht) Komödie ist, und drei Tage immerhin halb so viel wie die, über deren Dauer ich in "Mulholland Dr." versunken war. Die Sommerferien werden komplett mit "Twin Peaks" schauen verbracht (naja, und mit unglaublich viel lesen, schreiben, spazieren gehen, Fotos machen, alte Kassetten hören, Schwedisch lernen ... let's face it, ich werde ja doch den ganzen Tag dösen und Mary Chain hören), das und die absolut unnötigste und kurios armseligste TV-Adaption eines Roman-, Bühnen- und Filmerfolgs:



Überraschenderweise bekam ich die erste Staffel bereits gestern zugeschickt, und nach kurzem Hineinschauen kann ich bereits sagen - ich hatte niedrige Erwartungen, aber gleichzeitig die Hoffnung, positiv überrascht zu werden, und ich bin es absolut nicht. Dass man die Handlung in die frühen 1970er verlegt hat, Schlaghosen und lange Haare inklusive (Billy sieht aus wie young Arthur bei Velvet Goldmine! der Anzug auf dem Cover täuscht, der hat richtig unangebrachte Hemden!) ist eine Sache, dass Barbara nicht mehr bloody oranges isst, sondern irgendwelche Kekse (?), eine ganz andere. Der Regenmantel ist einem tatsächlichen Morgenmantel gewichen! Unverzeihlich! Liz ist mir noch gar nicht begegnet, dafür habe ich Billy sagen hören, "I've got a cramp in my legs". Hört ihr das? "My legs"? Also ... also ... irgendwo hört es auf. Wir sind in Yorkshire. Das heißt, und da dulde ich keinerlei Updates und Variationen, me legs. I've got a cramp in me legs. Immerhin sagt 'the old man' (der sieht hier wirklich ziemlich old aus) immer noch öfter 'bloody', als er hörbar ein Komma verwendet, der Dialog ansich, so wie er geschrieben ist, ist durchaus würdig (nicht weiter verwunderlich, da Keith Waterhouse und Willis Hall selber verantwortlich zeichnen) ... der Titelsong ist so erbärmlich, dass ich ihn wahrhaftig bemitleide; er ist offensichtlich extra für die Sendung geschrieben worden (geht ungefähr so: "Billy Billy, don't you be silly, fantasising smalltown boy ... Billy Billy, you're not so silly [Zeile entfallen]"), und dafür ist er wirklich ganz grausam klein und unscheinbar.

Mittwoch Nacht wäre ich beinahe zu Malcolm Middleton gefahren, habe es aber dann doch unterlassen, Tickets zu bestellen, weil mein Vater dringend mit rein wollte ("Spiel mir mal was vor." - "[spielt die ersten zehn Sekunden von We're All Gonna Die an]" - "Okay, ich geh mit." - "Aber du hast noch gar nichts gehört!" - "Ich hab genug gehört, das ist kein ... [macht Sailor Moon-Verrenkungen] Rap oder so." - "Was hast du denn gedacht???" - "Ich weiß nicht, kann ja sein, dass du so Scheiße hörst." - "Ja, schon, aber, eh, was.") (als er erfuhr, dass es sich um einen Einzelkünstler handelte und nicht um eine Band, wollte er wissen, ob es denn Halb- oder Vollplayback sei ... ich: "Gar kein Playback. Der singt live." - "Ja, aber die Musik kommt doch dann ..." - "Nein, da sind auch Musiker!" - "Gut. Weißt du, [verschworener Gesichtsausdruck], Live-Gigs sind nämlich meistens besser."), und auch wenn mir das zunächst nicht als Problem erschien, fiel mir doch in einem Anfall von panischem Teenagerism auf, dass ich sowieso von Malcolm Middleton vermutlich nicht ganz so eingenommen geworden wäre, wie, sagen wir, von den Editors (wenn die kommen, bin ich wieder da), und mit dem daneben und schwergewichtige Kommentare abgebend ... wohl eher gar nicht.
So werde ich wohl in der Nacht auf Mittwoch besagten Vater anbetteln, mir "Operation Crossbow" aufzunehmen. Held des Jahres ist nämlich immer noch: Tom Courtenay. Der hat mich auch durch die Geschichtsklausur gerettet, weil ich wusste, Pasha/Strelnikov war ein Bolshevik, und das waren die, die bei der Oktoberrevolution gewonnen haben, sozusagen, und das waren die radikalen:



(Ist er nicht gruslig? Und so alt schaut er aus, da war er noch keine dreißig, glaube ich. Jetzt ist er siebzig ... und im Dezember werde ich ihn das erste Mal im Kino sehen, ist nämlich in der Verfilmung von "Der Goldene Kompass" dabei.)

Wäre gerne dazu gekommen, die Phrase 'bouncing baby Bolshevik' (aus Wilders "One, Two, Three" mit dem jugen Horst Buchholz als überzeugtem Sozialisten der aus Versehen zum Erben von Coca Cola wird) anzuwenden, oder mein Stalin/Trotzky Halbwissen aus "Animal Farm", die Gelegenheit kam aber leider nicht.
28.4.07 17:55


can't start a fire without a spark

Leider noch keine größeren Fortschritte zu verzeichnen, was die Hochzeit mit Julia Hummer betrifft - ansonsten auch herzlich wenig, fürchte ich. Gerade dafür aber die schwer begeisterungswürdige Analyse für Englisch abgeschlossen. Wäre fast zwei Seiten lang geworden, wenn ich denn die Aufgabenstellung noch drauf geschrieben hätte, was ich leider nicht konnte, da ich sie verlegt hatte. Hoffe, sie entspricht ansatzweise dem, was da jetzt steht. Wenn nicht, was soll's, ich habe zwei Seiten geschrieben, da kann der Aatz jetzt dran rumkorrigieren, bis er grün wird, damit's passt, was anderes mache ich nicht.
Jawoll.

Ich glaube, die Ereignisse der letzten beiden Wochen lassen sich äußerst informativ zusammenfassen mit den Worten (direkte Übersetzung, daher holprig) "Oh je. Ich finde nicht mehr, dass Tegan & Sara wie The Veronicas auf Crack klingen. Oh je."
Trifft übrigens tatsächlich zu; das Cover von "Dancing In The Dark" (es ist ein offenes Geheimnis, dass ich Bruce Springsteen mag ... war es doch, oder? wenn nicht, ist's jetzt eins) gehört zu den bezauberndsten Sachen, die mir in letzter Zeit untergekommen sind (inklusive J. Hummer) - insbesondere, wenn man bedenkt, dass ich's eigentlich nur ausgegraben hatte (ich wusste vom Namen her von der Existenz), um's auf ein Mixtape zu quetschen (was ich auch getan habe).

Ich hab' beinahe 30 ungeguckte DVDs hier im Haus, und da sind zwei Drittel von "Brideshead Revisited" (nice, aber auch etwas dröge - und Jeremy Irons hat noch schlimmere Ohren als James Dean) noch nicht mit eingerechnet.

Randbemerkung: für diesen Frühling ist vorläufig riot grrrl und queercore back (da derzeit im Begriff, doch wieder auf's Ufer zu ziehen, fragt mich nicht, wieso, muss am Wetter liegen, oder doch am Beispiel von Morrissey, wobei das letzte Album ja nach wie vor so richtig unhübsch ist - allerdings ist der sexuelle Song noch der beste). Yes yes oh yay. Und jetzt alle:

Es hat mich lange schon nichts so sehr
Berührt wie diese Team Dresch Platte
Als ich aus dem Laden kam
War ich froh daß ich sie hatte
Diese Harmonie, diese wunderbaren Lieder
Ich fand mich sofort in diesen Liedern wieder

Und ich weiß, sie singen nicht für mich
Ich weiß, doch trotzdem glaube ich
Dass ich sie verstehen kann
Obwohl ich bin ein Mann
Und trotzdem finde ich sie super

Ich habe sie dann gleich meiner Freundin vorgespielt
Und sie fand sie gar nicht so toll
Ich glaube auch ich weiß woran das liegt
Denn sie schreiben ihre Lieder
Vorwiegend in Moll

Und ich weiß, sie singen nicht für mich
Ich weiß, doch trotzdem glaube ich
Dass ich sie verstehen kann
Obwohl ich bin ein Mann
Und trotzdem finde ich sie super

Und ich weiß, sie singen nicht für mich
Ich weiß, doch trotzdem glaube ich
Dass ich sie verstehen kann
Obwohl ich bin ein Mann
Und trotzdem finde ich sie super

Ahaaaaaaaaaaa!


(Zur Erklärung: Team Dresch = äußerst empfehlbare sog. 'Queercore'-Band, angeführt von Donna Dresch und mit so aussagekräftigen Songtiteln wie "Fagetarian And Dyke", "Hate The Christian Right!" und dem wunderschönen "She's Crushing My Mind". In ersterem kommt übrigens die ebenso wunderschöne Zeile 'I spent the last ten days of my life ripping off The Smiths' vor, und eines ihrer Alben - nicht das, von dem wir gerade sprechen; das ist "Personal Best" - heißt "Captain My Captain", was allen, die morgen mit mir im Englischunterricht sitzen werden, ab morgen etwas sagen wird.)

Auch noch back: der Schnurrbart. Dank an JD Samson:


(As seen in Mitte.)

Ich werd zu Karneval übrigens Inspektor Clouseau. Das Original, versteht sich, i.e. Peter Sellers. Damit fing alles übel an, aber auch wirklich alles ...

P.S.
Erwähnte ich, dass ich aus Versehen 'ne Kontaktanzeige im Zillo aufgegeben habe?
12.2.07 21:29


Plan B

Ich möchte bitte Julia Hummer heiraten.
2.2.07 21:55


Lust In The Movies T-Shirt-Motiv

Edie Sedgwick! Anna Karina! Arlene Dahl!



Klar funktioniert so'n Print-on-demand nie, aber wenn ich das rechtzeitig zum Factory Girl-Anlauftermin hätte, wär' schon schön ...
23.1.07 22:24


downtown train

Das neue Jahr ist da, und für die, die's interessiert (HI IGGY), LJ ist wieder öffentlich :D

Now playing: "Down By Law". Zufälligerweise vom selben Regisseur wie "Coffee & Cigarettes" und ebenfalls mit Tom Waits. Zufälligerweise brilliant.

Rock Chill Out wird abgesetzt. WAS?
2.1.07 21:50


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